Michael Wojtek, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer, stellte Patricia da Cruz Santos im Rahmen eines Pressegespräches als neue Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Iserlohn vor. Patricia da Cruz Santos ist neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Iserlohn

Iserlohn. "Ich freue mich, Patricia da Cruz Santos als neue Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Iserlohn vorstellen zu dürfen und bin froh, dass die Stelle jetzt wieder besetzt ist. Ich wünsche Frau Santos viel Erfolg bei ihrer sicher nicht einfachen Aufgabe und sage ihr meine volle Unterstützung zu."
Mit diesen Sätzen leitete Michael Wojtek, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer am Donnerstag, 21. November, das Pressegespräch im Iserlohner Rathaus ein. Patricia da Cruz Santos ist Nachfolgerin von Judith Mühlenhoff. Die 34-Jährige ist keine Unbekannte in der Stadtverwaltung. Sie arbeitet seit März 2019 als Beraterin für Frauen und Mädchen in schwierigen Lebenssituationen in der städtischen Gleichstellungsstelle.
Bild: Michael Wojtek, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer, stellte Patricia da Cruz Santos im Rahmen eines Pressegespräches als neue Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Iserlohn vor. Foto: Stadt Iserlohn

Im Juli 2019 übernahm Patricia da Cruz Santos, zusätzlich zu dieser Beratungstätigkeit, kommissarisch die Gleichstellungsarbeit in der Verwaltung. Nachdem sie Anfang September im Auswahlverfahren das Gremium aus Verwaltungsmitgliedern und Politik überzeugt hatte, freut sie sich nun, seit dem 15. Oktober ihre begonnene Tätigkeit hauptamtlich fortführen zu dürfen. In Iserlohn aufgewachsen, war sie nach dem Studium der Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal zunächst einige Jahre als Sozialpädagogin für verschiedene Zielgruppen und soziale Projekte in Düsseldorf und Dortmund aktiv. Während dieser Tätigkeiten wurde sie intensiv mit frauen- und gleichstellungsrelevanten Fragestellungen konfrontiert. Nachdem sie gut ein Jahrzehnt in der Landeshauptstadt verbrachte, zog es sie letztes Jahr wieder Richtung Heimat.
Dank ihrer Arbeit als Beraterin für Frauen und Mädchen konnte sich Patricia da Cruz Santos ein Bild vom aktuellen Bedarf in Iserlohn machen und damit bereits eigene Themen für die zukünftige Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte ermitteln: Schutz vor häuslicher Gewalt, Chancengleichheit, Abbau von geschlechtsbasierten Benachteiligungen im Beruf und Parität in der Politik sind u.a. Themen, die ihr am Herzen liegen. "Es wird bei der Aufgabenvielfalt notwendig sein, Schwerpunkte zu setzen, um allen Themen gleichermaßen gerecht zu werden!" so Patricia da Cruz Santos. "Aus diesem Grund will ich insbesondere die erste Zeit in der neuen Position nutzen, um mich zu fokussieren, bestehende Netzwerke innerhalb sowie außerhalb der Verwaltung auszubauen und weitere geeignete Kooperationspartner zu finden", beschreibt sie ihr weiteres Vorgehen.
Zu den etablierten Gruppen gehören die 1988 gegründete Iserlohner Frauen-Arbeitsgemeinschaft, der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt im MK, der unmittelbar nach der Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes 2002 gegründet wurde, der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im MK und auf Landesebene die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsstellen NRW.
Außerdem möchte die neue Gleichstellungsbeauftragte in Zusammenarbeit mit den Netzwerken bestehende Veranstaltungen und Projekte in Iserlohn und Umgebung erhalten, sich aber auch Raum für neue Projekte und frische Ideen lassen.
"Neben der Arbeit in der Kommune hat auch die Mitwirkung an personellen Entscheidungen und Maßnahmen innerhalb der Verwaltung - und damit die Erfüllung des Gleichstellungsauftrages nach dem Landesgleichstellungsgesetz - für mich hohe Priorität", sagt da Cruz Santos und erklärt weiter, sie sei motiviert in guter Zusammenarbeit mit der Dienststelle die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie den Abbau von Unterrepräsentanz von Frauen und Männern in bestimmten Beschäftigungsbereichen voranzutreiben.
Bis zur Neubesetzung der Stelle der Frauen- und Mädchenberatung wird die Gleichstellungsbeauftragte die Beratungstätigkeit mit erhöhten Arbeitsstunden fortführen und für Bürgerinnen ansprechbar bleiben. Der Bedarf nach Beratung, insbesondere beim Thema Trennung und Scheidung, wie auch Beratung nach dem Gewaltschutzgesetz, ist hoch. "Die Stelle ist mit 19,5 Stunden ausgeschrieben. Ich freue mich, wenn eine fachkundige Kollegin gefunden wird und damit das Team in der Gleichstellungsstelle komplett ist!" Bis zum 4. Dezember 2019 ist es möglich, sich auf die ausgeschriebene Stelle mit den Schwerpunkten Beratung, sowie Konzeption und Durchführung von Gruppenangeboten für Frauen und Mädchen in Konflikt- und Krisensituationen (z.B. Trennung, Scheidung, Gewalterfahrung) zu bewerben. Weitere Informationen zu der Stelle und den Bewerbungsvoraussetzungen gibt es auf der Homepage der Stadt Iserlohn unter "Arbeitgeber Stadt Iserlohn" oder direkt bei Patricia da Cruz Santos. Unterstützt wird die Gleichstellungsbeauftragte zudem von Nicola Ackermann, die für die Verwaltungsarbeit in der Gleichstellungsstelle zuständig ist.
Die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn befindet sich im Rathaus I, Raum U-102 im ersten Untergeschoss, Schillerplatz 7, 58636 Iserlohn. Telefonisch ist Patricia da Cruz Santos erreichbar unter der Nummer 02371 / 217-1330

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