Lebensmittelspende für soziale Einrichtungen - Foto: Stadt IserlohnIserlohn. Am Donnerstag, 2. April, überreichte Lars Knipp als Inhaber des Iserlohner Fleischereifachgeschäfts Knipp eine Spende von 1 000 Lebensmittelkonserven an den Ersten stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Iserlohn Thorsten Schick und an Nicole Behlau von der städtischen Koordinierungsstelle für Beratungen und Hilfeleistungen. Diese Spende wurde möglich durch die finanzielle Zuwendung des Iserlohner Goldschmieds Burcin Balarisi, der der Allgemeinheit durch eine Lebensmittelspende etwas Gutes tun wollte. In der aktuell schwierigen Zeit der Coronavirus-Pandemie, in der einige soziale Versorgungsstrukturen wie die Iserlohner Tafeln sowie Mittagstische und Frühstücksangebote wegen der Kontaktsperre nicht mehr durchgeführt werden dürfen, stellt eine solche Zuwendung einen sehr wertvollen Beitrag zur Versorgung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen dar.
Bild: v.l.: Nicole Behlau von der städtischen Koordinierungsstelle für Beratungen und Hilfeleistungen, der Erste stellvertretende Bürgermeister Thorsten Schick, der Iserlohner Goldschmied Burcin Balarisi und Lars Knipp bei der Spendenübergabe. Foto: Stadt Iserlohn

Auf Vorschlag der Koordinierungsstelle, die seit zwei Wochen intensive Kontakte zu den sozialen Einrichtungen vor Ort pflegt, sollen die Lebensmittel wir folgt verteilt werden:
Die Hälfte der 1 000 Konservendosen geht an die Initiative "Iserlohn hilft". Sie versorgt drei Mal pro Woche immer dienstags, mittwochs und donnerstags die bisherigen Kunden der Iserlohner Tafel des Caritasverbandes durch eine Lebensmittelausgabe. Pro Einsatztag kommen bis zu 150 Personen zur Ausgabestelle an der Oststraße; darüber hinaus werden ältere Personen direkt zu Hause beliefert.

250 Dosen werden an das Sozialzentrum Lichtblick der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde gespendet, wo die Initiative LebensWERT zwei Mal pro Woche eine Lebensmittelausgabe für circa 60 ältere Menschen mit geringem Einkommen, Asylbewerber aus dem Kreis des Flüchtlingsnetzwerks sowie die "Treppenbewohner" des Fritz-Kühn-Platzes aus dem Quartier Südliche Innenstadt durchführt.

Je 50 Dosen gehen an fünf weitere soziale Einrichtungen. Dazu zählen die drobs – Drogenberatung im Märkischen Kreis, die Werkstatt im Hinterhof der Arbeiterwohlfahrt und die Wohnungslosenhilfe des Diakonie Mark-Ruhr e.V. Dort gibt es Lebensmittelausgaben für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die durch die Lebensmittel der Fleischerei Knipp aufgestockt werden können. In der letztgenannten Einrichtung dient die Lebensmittelausgabe zur gezielten kurzfristigen Überbrückung von Notsituationen. Des Weiteren freuen sich die Institutionen Frauenhaus Iserlohn und Wohngemeinschaft für Frauen "Wende-Punkt" der Johanniter Unfallhilfe über Sachzuwendungen aus dem Hause Knipp. Bei ihnen geht es darum, Frauen in Konfliktsituationen im häuslichen Bereich oder bei Wohnungslosigkeit zu unterstützen. Hierbei sind die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu betrachten, wenn es Konfliktsituationen in der Quarantäne oder Sorgen durch unbezahlbare Mieten auf Grund von Kurzarbeit oder Arbeitsplatzverlust kommt. In diesen Fällen erfüllen die Lebensmittelspenden einen wertvollen Zweck, nämlich die Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Die Koordinierungsstelle im Rathaus wurde aus Anlass der Coronavirus-Pandemie bei der Stadt Iserlohn eingerichtet. Sie dient dazu, Hilfeangebote in Iserlohn zu bündeln und somit einen aktuellen Überblick über unverändert bestehende, veränderte und ganz neue Strukturen zu geben. Dabei reicht das Spektrum von Beratungsangeboten, Infotelefonen und Seelsorge-Hotlines über Lebensmittelausgaben bis hin zu Liefer- und Abholangeboten im gastronomischen Bereich. Nur so kann auch eine Beratung von Hilfesuchenden zu bestimmten Serviceleistungen erfolgen. Zudem ist die Koordinierungsstelle auch eine Beratungsstelle für Interessierte, die sich selbst engagieren möchten. Sie können sich informieren, welche Möglichkeiten für ein Engagement es gibt, an welche bestehenden Institutionen sie sich wenden und wie sie auf ihr Angebot aufmerksam machen können. Letztlich ist die Koordinierungsstelle auch eine Wissensbörse für nützliche Hilfen, aktuell beispielsweise zum Thema Schnittmuster für Gesichtsmasken und Schutzkittel. Ansprechpartnerinnen sind Nicole Behlau, Telefon 02371 / 217-2083, und Anna-Lena Wolfsheimer, Telefon 217-2087. Die E-Mail-Adresse lautet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: Stadt Iserlohn

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