Stadt Iserlohn bietet Verzicht auf Miete an

Iserlohn. Um jede nur mögliche Chance zu nutzen, den Karstadt-Standort am Schillerplatz und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten, hat die Stadt Iserlohn dem vom Gericht bestellten Sachwalter Dr. Frank Kebekus sowie dem von Konzernseite eingesetzten Generalbevollmächtigten Arndt Geiwitz schriftlich das Angebot unterbreitet, das Iserlohner Haus für den Fall des Weiterbetriebs mietkostenfrei zur Verfügung zu stellen. Die Fraktionsvorsitzendenrunde hatte den Beigeordneten Martin Stolte am Montagabend ermächtigt, diesen aus städtischer Sicht weitestgehenden Vorschlag in die Gespräche mit dem Konzern einzubringen.

Überdies führte der Beigeordnete am heutigen Dienstag weitere Telefongespräche zur Zukunft des Iserlohner Standorts mit Vertretern der Konzernspitze sowie dem Sachwalter. Offen bleibt allerdings weiterhin, ob die massiven Bemühungen der Stadt letztlich zu einem Umdenken der Konzern-Verantwortlichen mit Blick auf den Erhalt des Iserlohner Hauses führen werden.
"Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen sowie auch die stellvertretenden Bürgermeister haben sich bei dem Treffen am Montagabend ohne Diskussion klar und eindeutig positioniert und lassen keinen Zweifel daran, dass sie Karstadt in Iserlohn erhalten wollen. Dabei geht es nicht nur um den Verbleib eines wichtigen Frequenzbringers für die Innenstadt, sondern mehr noch um die Rettung der Arbeitsplätze der dort zum Teil seit Jahrzehnten beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", erklärt der Beigeordnete Martin Stolte, der überdies darauf hinweist, dass sich die damalige Entscheidung zum Ankauf der Immobilie am Schillerplatz auch für den aktuellen Krisenfall als richtig erwiesen hat. Martin Stolte: "Nur weil wir Eigentümer des Gebäudes sind, sind wir überhaupt in der Lage, einen solchen Beitrag zu Gunsten des Verbleibs des Kaufhauses leisten zu können."

Übrigens: Uns vom Treffpunkt MK und auch dem CIV NRW e.V., wurden noch nie mietfreie Räume von der Stadt Iserlohn angeboten. PArt 1 könnte noch kostenlose Galerieräume gebrauchen. Wie wärs, wenn ihr Karstadt gehen lasst und eine Einkaufs-Galerie daraus macht.  

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