Als Sitzgelegenheit zwischen den Bäumen hatten die Teilnehmer des Sprachcamps ein “Waldsofa” gebaut. Iserlohn. Zum 13. Mal fand in diesem Jahr das Städtische Sprachcamp in den Herbstferien statt. Rund dreißig Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Im Wiesengrund, Südschule und Burgschule nahmen daran teil und verbrachen ihre Herbstferien im Wald und auf den Wiesen der Waldschule des Märkischen Kreises. Der Lernort Natur bot den Kindern, die zumeist aus Syrien, Kirgistan, Bulgarien, Polen und der Türkei kommen, intensive und ganzheitliche Lernmöglichkeiten.

Bild: Als Sitzgelegenheit zwischen den Bäumen hatten die Teilnehmer des Sprachcamps ein “Waldsofa” gebaut. Foto: Stadt Iserlohn

Der Wald und die Natur sind gerade in diesen Zeiten ein so anregendes wie auch gesundes Lernfeld. Die Kinder machten Sprachenspiele oder wanderten zusammen. Dana aus der 4. Klasse war voller Bewunderung: "Ich war noch nie im Wald, ist das schön hier." Und Hasan erzählte: "Mein Papa möchte auch ins Sprachcamp kommen und hier Deutsch lernen."

Für viele Kinder ist es jedes Jahr ein Abenteuer, über einen so langen Zeitraum draußen zu sein und mit allen Sinnen die Natur zu erfahren und quasi nebenbei auch viele neue Wörter kennen zu lernen. Die Teilnehmer des diesjährigen Sprachcamps sammelten zum Beispiel neu gelernte Wörter in "Wörtergläsern". Die Gruppenleiter und -leiterinnen boten zudem kleine Werkstätten und Stationen an. Dort bastelten die Kids zum Beispiel Ferngläser, Waldgeister oder Waldharfen und stellten Seife und "Waldparfüm" her.

Das Camp fand zum 8. Mal in Kooperation mit der Waldschule MK e.V. statt und wurde wie immer hervorragend begleitet und unterstützt durch den zertifizierten Waldpädagogen Axel Dohmen, Försterin Ronja Martens und von Jonas Pyplo, Schüler am Berufskolleg für Land- und Forstwirtschaft. Die Teilnehmer des Sprachcamps wurden im neuen grünen Klassenzimmer mit einem warmen Mittagessen verköstigt, dieses Mal vom Business Catering Machado Pereira.

Organisiert und fachlich begleitet wurde das Sprachcamp von Jana Marek vom Ressort Generationen und Soziales der Stadt Iserlohn. Im eingespielten Team arbeiteten mit: Anne Bergfeld als neue Leiterin des Camps sowie Maria Gandul, Alin Geitmann-Rompza, Lea Karoline Gorges, Kathrin Jäger und Krista Krampe. Unterstützt wurden sie von dem Praktikanten Moritz Jäger.

Am Freitag, 23. Oktober, endete das zehntägige Sprachcamp. Dann erhielten die Kinder ihre Urkunden und ihre Waldhefte. Damit haben sie ein "Dokument" in der Hand, um das Erlebte zu erzählen und die Sprache weiter zu festigen. Corona-bedingt musste in diesem Jahr leider auf die Einladung der Eltern am letzten Tag verzichtet werden.

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