polizei logoPOL-MK:  Altena -Zwei betrogene Online-Kunden waren am Dienstag bei einem Altenaer Steuerberater eindeutig an der falschen Adresse. Die Männer aus Niederbayern hatten eine Woche zuvor im Internet medizinische Handschuhe im fünfstelligen Wert gekauft und bezahlt.
Am Dienstagmorgen wollten sie die Ware an der Altenaer Adresse abholen, fanden dort jedoch keine Firma für medizinische Ausstattung, sondern nur die Steuerberatung. Offenbar hat ein Betrüger den Namen einer längst erloschenen Firma genutzt, eine Internet-Seite unter diesem Namen gebaut und die Altenaer Adresse angegeben.

Leider fallen immer wieder auch Verbraucher auf Fakeshops herein. Fast täglich melden sich Opfer bei der Polizei - am Dienstag zum Beispiel ein 37-jähriger Altenaer, der vor fast drei Wochen im Internet einen Wäschetrockner bestellt und direkt bezahlt hatte. Erst später stieß er auf Warnungen vor dem mutmaßlich betrügerischen Shop.

Leider nutzen die Täter oftmals tatsächlich vorhandene Firmennamen, deren Besitzer aber nichts mit dem Betrug zu tun haben und sich dann plötzlich mit Forderungen erboster Kunden konfrontiert sehen.

Manchmal sind es auch nur Teile eines Firmennamens, wie im Fall einer Schalksmühler Firma, die deshalb ebenfalls am Dienstag Anzeige bei der Polizei erstattete.

Seit der Corona-Phase greifen viele Kunden auf die vermeintlich einfache Alternative zurück, im Internet nach günstigen Angeboten zu suchen. Vor Begeisterung über einen Preis lassen sie alle Vorsichtsregeln außer Acht. Es gibt Verkaufsplattformen, die teilweise nur für Tage online stehen.

Die Polizei rät:

Auf ein Impressum achten. Aber natürlich können auch dort alle Angaben gefälscht sein.

- Deshalb den Namen des Shops in Verbindung mit dem Begriff
"Fakeshop" in eine Suchmaschine eingeben und die angezeigten Listen
prüfen! Auch Verbraucherzentralen halten Infos bereit.

- Keine Vorkasse - schon gar nicht auf Konten im Ausland! Sichere
Zahlungsmethoden wie "Kauf auf Rechnung" wählen! Abbuchungen vom
Girokonto, Kreditkartenzahlungen lassen sich rückabwickeln - unter
Umständen auch Überweisungen. Allerdings müssen sich Kunden
schnellstmöglich mit ihrer Bank in Verbindung setzen. Es kommt auf
jede Minute an.

- Extreme Schnäppchenpreise sollten misstrauisch machen.

- Sichern Sie Beweise (z.B. per Screenshot).

- Lesen Sie Produktbeschreibungen: Verkauft der Anbieter das
gesuchte Produkt oder nur die Verpackung?

- Beim Kauf über Auktionsplattformen: Lassen Sie sich nicht auf
Angebote von Verkäufern ein, die Ware am Auktionshaus vorbei zu
erwerben. Das hebelt alle Käuferschutz-Funktionen aus. Bei teuren
Artikeln den Treuhandservice nutzen!

- Schützen Sie Mail-, aber auch Kundenkonten mit unterschiedlichen
Passwörtern aus mindestens acht Zeichen (Klein- und Großbuchstaben,
Sonderzeichen und Zahlen). Je länger, desto besser. Wenn möglich,
Push-Informationen aktivieren, die zeitnah über Kontobewegungen,
Bestellungen oder Buchungen informieren. Bewertungen anderer Kunden
ernst nehmen.

Im Zweifel erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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