Baby mit Sensor am Kopf, copyright neopendaSensor-Technologie für Neugeborene
Gerade 15 Gramm wiegt der Sensor am Kopf der Neugeborenen – und ist doch ein Lebensretter, denn er überwacht wichtige Vitalfunktionen. Forschende untersuchten nun in Kenia, ob das System dabei helfen kann, Babys besser zu versorgen.
Bild: Teilweise müssen in Ländern mit geringem Einkommen sehr viele Neugeborene von nur wenigen Pflegenden versorgt werden – kann eine neue, kostengünstige Technologie die Situation verbessern? © neopenda 

Pulsschlag, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut und Körpertemperatur – eine kontinuierliche Kontrolle dieser vier Lebenszeichen ist wichtig, um gefährdete Neugeborene medizinisch zu überwachen.

Doch in ärmeren Regionen fehlt es häufig an der technischen Ausrüstung und an ausreichend Personal, um Neugeborene in Not schnell zu erkennen und rechtzeitig einzugreifen. „Es sterben zu viele Kinder, die bei optimaler Versorgung eine Chance gehabt hätten“, fasst die Wissenschaftlerin Assumpta Nantume zusammen. Sie ist Leiterin der Forschungsabteilung bei Neopenda, einem Medizintechnik-Start-up, das erschwingliche und geeignete Technologien für die Neugeborenenversorgung in ressourcenarmen Gebieten entwickelt. „Vorangegangene wissenschaftliche Studien gehen davon aus, dass eine effektive Überwachung der Vitalparameter dazu beitragen kann, bis zu 75 Prozent der Todesfälle bei Neugeborenen in Ländern mit geringem Einkommen zu verhindern.“

Der Wunsch der Pflegenden: zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein

Mit ihrem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt COCEFIN möchten Nantume und ihr Team dazu beitragen, die Situation zu verbessern. Sie untersuchten in einer klinischen Studie, ob der kleine, türkisfarbene Vitalsensor der Firma Neopenda dazu beitragen kann, viele Neugeborene gleichzeitig besser zu überwachen und so die Dauer von Krankenhausaufenthalten, die Zahl der Todesfälle und auch Kosten zu reduzieren.
Im Rahmen der Fördermaßnahme „Grand Challenges Afrika – Forschung für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern“ finanzierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neun Forschungsprojekte – unter anderem auch das Projekt „COCEFIN – Clinical outcomes and cost-effectiveness for the implementation of a wireless vitals signs monitor for hospitalized newborns in Kenya“. Die Durchführung dieser klinischen Studie wurde von 2021 bis 2023 mit rund 100.000 Euro unterstützt.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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